Medienpreis

Einsatz für die Informationsfreiheit: Marvin Oppong erhält Medienpreis

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17.5.2014 – In diesem Jahr hat die Zweite Aufklärung ihren Medienpreis an einen Journalisten vergeben, der sich besonders um die Informationsfreiheit verdient gemacht hat: an Marvin Oppong. Der freie Journalist wollte 2006 eine Auskunft vom Westdeutschen Rundfunk über die wirtschaftlichen Verbindungen von einem der Rundfunkräte des Senders zu dem Sender einholen. Die rechtliche Basis für die Anfrage Oppongs war das damals gerade verabschiedete Informationsfreiheitsgesetz (IFG). Doch der WDR mauerte.

Zwei Jahre später ging Oppong mit einer Auskunftsklage vor Gericht, focht diese durch mehrere Instanzen durch und siegte im Sommer 2013 schließlich vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen den Westdeutschen Rundfunk. Der Sender musste Aufkunft geben. Der 32jährige hat damit die Türen für andere Journalisten In Sachen Auskunftsrechte gegenüber öffentlich-rechtlichen Sendern aufgestoßen.

„Marvin Oppong hat bewiesen, dass man als Journalist mit größter Hartnäckigkeit auch extrem dicke Bretter aufbohren kann“, merkte Annette Floren, Co-Vorsitzende der Zweiten Aufklärung, in ihrer Laudatio an und fügte hinzu: „ Beim IFG gibt es noch viele dicke Bretter. Wir ehren Marvin Oppong für sein vorbildliches und einzigartiges Engagement für die Informationsfreiheit.“ Seine Recherchen hat Oppong in einem Blog und diversen Zeitungsartikeln festgehalten.

Der „Sonderpreis Medienkritik“ der Zweiten Aufklärung ist eingebettet in den renommierten Alternativen Medienpreis. 2014 bewarben sich fast 200 JournalistInnen mit ihren Einreichungen um die Preise in den Kategorien Audio, Print, Internet, Video und Medienkritik. Die feierliche Preisverleihung fand am 16.5. im Nürnberger Bildungszentrum statt.

Welche Bedeutung der Preis für ihn persönlich und den Journalsimus insgesamt hat, erläutert Marvin Oppong im Interview.

© Die Zweite Aufklärung (Foto und Text)

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