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Die Zweite Aufklärung kürt den Radiowatcher mit Medienpreis

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Preisträger und Juroren

28.4.2013 – Die Zweite Aufklärung hat zum zweiten Mal ihren Medienpreis verliehen. Der diesjährige Preisträger heißt Ekkehard Kern – er wurde für seinen Watchblog „radiowatcher.de“ gekürt. Lutz Frühbrodt, Vorsitzender der Zweiten Aufklärung e.V., überreichte Kern den Award am Freitagabend im Nürnberger Bildungszentrum. Dort fand die feierliche Verleihung der Alternativen Medienpreise statt, in die der „Sonderpreis Medienkritik“ der Zweiten Aufklärung  eingebettet ist. Der Alternative Medienpreis wird von der Nürnberger Medienakademie organisiert und von politischen Stiftungen, Journalistenverbänden und einzelnen Politikern gesponsert. Die meisten Preisträger arbeiten für Bürgermedien, einige aber auch für etablierte Medien. Ein Fotobericht.

Der Moderator des Abends

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Durch den Abend führte Peter Lokk, der „Erfinder“ des Alternativen Medienpreises. 2013 gab es über 130 Bewerbungen in den Kategorien Internet, Video, Audio, Print und Medienkritik.

 

Der Gewinner des Sonderpreises Medienkritik

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Ekkehard Kern erhielt für seinen Medienblog Radiowatcher.de nicht nur ein Buch, sondern auch 500 Euro Preisgeld – gewissermaßen als Starthilfe für das noch junge Projekt.

 

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Laudator Professor Lutz Frühbrodt von der Zweiten Aufklärung. Er gab zu bedenken, dass Journalisten Watchblogs nicht ablehnend gegenüberstehen sollten. Die Blogs dienten in Zeiten des Sparzwangs der Qualitätskontrolle. So gesehen seien sie Verbündete.

 

Die Preisträger in der Sparte Internet

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Andreas Ebert von Explanity.com hat den zweiten Preis erhalten. Der Name ist Programm: Die Plattform dient der Erklärung komplexer Sachverhalte, zum Beispiel von Spekulationsblasen.

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Patrick Gensing (links) bekam für sein Portal Publikative.org den ersten Preis. Der Tagesschau-Redakteur betreibt mit Unterstützung der Amadeu-Antonio-Stiftung einen Blog, der rechtsextreme Aktivitäten unter die Lupe nimmt und dabei personelle Netzwerke in der rechten Szene aufdeckt. Dazu gehört viel Mut, den Gensing schon über mehrere Jahre bewiesen hat.

 

Die Preisträger in der Sparte Video

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Stolz zeigt Andreas Holzmüller seine Urkunde. Zusammen mit Stefan Gnadt drehte Holzmüller die Doku „Einmal hip, einmal hop“ über die Rapper-Szene in Mittelfranken. Darin trifft ein sozial engagierter, eher braver Sprechreimer auf zwei Gangsta-Rapper aus der Gosse.

 

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Mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde der Film „Staatsgeheimnis Bankenrettung“. Die Dokumentation lief bei Arte und deckt auf, wohin die Rettungsgelder fließen, die die europäischen Regierungen im Zuge der Schuldenkrise zahlen. Meist nicht in die betroffenen Länder, sondern zur Rettung deutscher Großbanken. Den Preis nahm Regieassistent Jasper Stratje entgegen. Autor Markus Schumann war am Abend der Preisverleihung im Europäischen Parlament zu Gast, wo er seinen Film vorstellte. Ein Zeichen der Hoffnung.

 

Die Preisträger in der Sparte Audio

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Platz zwei in der Sparte Audio: Nelly Sautter mit dem Beitrag „Schichtwechsel“, der im Erlanger Uniradio gesendet wurde. Sautter nahm an Stadtführungen an soziale Brennpunkte in Nürnberg teil und zeichnete damit ein ganz anderes Bild von der historischen Franken-Metropole.

 

Rossum-Lokk in Die Zweite Aufklärung kürt den Radiowatcher mit Medienpreis

Platz eins für den freien Publizisten Walter van Rossum (links). In seinem Feature „Zweierlei Maß? Die Berichterstattung über Russland und Amerika“ kritisierte er die einseitig positive Mediensicht auf die USA und die vermeintlich vorurteilsbehaftete Perspektive auf Russland.

 

Die Preisträger in der Sparte Print

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Platz zwei für Martina Madner für ihren Artikel „Sehr, sehr wütend“. Dieser erschien in der feministischen Zeitschrift „Anschläge“ aus Wien. Madner zeigt darin an Hand von zwei Biografien, wie schnell Frauen in die Armut abdriften können. Zugleich demonstriert sie an Hand der beiden Fälle, dass Frauenarmut nicht individuell verschuldet, sondern auf die herrschenden sozioökonomischen Strukturen zurückzuführen ist.

 

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Lara Fritzsche (links) zeichnete auf „Zeit online“ ein einfühlsames und intimes Porträt einer jungen Frau, die das Breivik-Massaker von Utoya überlebt hat. Dazu begleitete Jungjournalistin Fritzsche die 18-jährige Sofie ein Jahr lang. Laudator Klaus Schrage von den „Nürnberger Nachrichten“ und Peter Lokk freuen sich mit Lara Fritzsche über den ersten Preis der Autorin.

 

Die musikalische Begleitung

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Für den musikalischen Rahmen bei der Preisverleihung sorgte Nora Eichinger. Die Songwriterin singt Liebeslieder – unplugged.

 

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…und dann war alles vorbei. Fast zumindest. Der feierlichen Preisverleihung folgte ein nächtliches Buffet in ausgelassener Stimmung.

 

Weitere Informationen und Links zu den Gewinnern des Medienpreises finden Sie hier.

© 2013 Die Zweite Aufklärung (Fotos 3 und 4: Journalistenakademie Dr. Hooffacker; alle anderen: Lutz Frühbrodt)

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