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Wie viel Nabelschau muss sein?

8.2.2012 / Genauso anrührend wie erschreckend war der Moment, als ein Arzt Rudi Assauer nach dem aktuellen Jahr fragte und dieser keine Antwort wusste. Auch die Ziffern einer Uhr konnte der frühere Fußball-Manager nicht mehr auf Papier bringen. Schonungslos, ohne jeden aufgesetzten Gestus der Betroffenheit und deshalb umso bewegender dokumentierte …

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AboutZweite Aufklärung

Manifest der Zweiten Aufklärung

Ist der Mensch heute wirklich so frei, wie er glaubt? Sicher nicht. Wahlfreiheit besteht für ihn nur innerhalb eines gewissen Spektrums, das in erster Linie Konzerne und Großbanken determinieren. Die Politik, der Bildungssektor, der Kulturbetrieb, die Medien – all diese Bereiche werden von der Wirtschaft für ihre Zwecke instrumentalisiert. Der Bürger wird in dieser Welt zum reinen Konsumenten degradiert. Diese Ökonomisierung des Alltags zeigt, dass die Erste Aufklärung ein „unvollendetes Projekt“ geblieben ist.. Eine vollständige Selbstbestimmung des Bürgers ist noch lange nicht erreicht. Ganz im Gegenteil: Das ursprüngliche Ziel, den Menschen aus seiner individuellen Unmündigkeit zu befreien, ist aus dem Blick geraten. Es gilt, die Unternehmen in ihre eigene Domäne, die Wirtschaft, zurückzudrängen. Dazu ist im ersten Schritt ein individueller Bewusstseinswandel notwendig. Im zweiten Schritt könnte sich als Ergebnis daraus eine Gesellschaft formen, für die das postmaterielle „Sein“ wichtiger ist als das konsumfixierte „Haben.“

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